Neue Methode zur Rettung der Korallenriffs

Umweltprojekt in Okinawa
Japanische Wissenschaftler der Tokyo University of Marine Science and Technology testen am Sekiseishoko-Riff in der Präfektur Okinawa eine neue Methode zur Regeneration beschädigter Korallenriffs.
Sekiseishoko, Japans größtes Korallenriff, liegt zwischen den Inseln Ishigaki und Iriomote. Es beherbergt fast 360 Korallenarten auf einer Fläche von 270 Quadratkilometern – vergleichbar etwa mit dem Great Barrier Reef in Australien.
Durch steigende Wassertemperaturen sind in den letzten Jahren viele der empfindlichen Korallen, die zum Stamm der Nesseltiere gehören, beschädigt oder zerstört worden.
Um die Ansiedlung und Aufzucht junger Korallen zu beschleunigen, haben japanische Wissenschaftler spindelförmige Türme aus kleinen Keramikplatten entwickelt, die eine saubere und sichere Umgebung für die frei treibenden befruchteten Eizellen der Nesseltiere darstellen.
Korallentiere produzieren zwar eine große Menge dieser Eizellen, aber die meisten davon werden von der Strömung fortgetrieben oder landen an schmutzigen oder algenbewachsenen Oberflächen, die für eine Ansiedlung und Aufzucht ungeeignet sind.
Die Forscher platzierten ihre Keramikplatten in etwa fünf Metern Tiefe im nördlichen Teil des Sekiseishoko-Riffs, wo die Lebensbedingungen für Korallen noch am günstigsten sind und sich entsprechend viele befruchtete Eizellen anlocken und andocken lassen.
In ein bis zwei Monaten werden die Platten mit den befruchteten Eizellen an stärker beschädigte Teil des Riffs umgesiedelt, wo sie die Grundlage für neue Korallenstöcke bilden sollen.

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VÖ: 06/06
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